((Bild: Mein Weg mit Diabetes Mellitus))



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5. Diabetes – Nahrungsergänzungsmittel, Naturheilmittel

Naturheilmittel gibt es eine große Menge. Dabei geht es einerseits um Produkte, die auf dem Markt angeboten und oft intensiv beworben werden und andererseits um solche, die schon seit Generationen durch Verwandte und Bekannte weitergegeben wurden. Viele davon sind sicherlich einfach Unsinn, andere wiederum helfen eventuell wirklich. Natürlich kann ich nicht alle diese Mittel kennen. Aber es gibt einige, mit denen ich meine Erfahrungen gemacht habe und diese gebe ich hier gern weiter.
Grundsätzlich unterscheiden möchte ich, wie bereits erwähnt, zwischen

a) Nahrungsergänzungsmittel, die im Handel zur Blutzuckersenkung angeboten werden. Hierbei handelt es sich meistens um pflanzliche, oft exotisch pflanzliche Produkte, denen in den Herkunftsländern eine zuckersenkende Wirkung nachgesagt wird, die aber wissenschaftlich nur wenig oder gar nicht belegt ist.

pictErfahrung Meine Erfahrungen:
Allgemein halte ich von solchen Produkten nicht viel, insbesondere von solchen, die in den Medien durch die Vertriebsfirmen sehr stark beworben werden. Ich bin also voreingenommen.
Lediglich ein solches Produkt habe ich getestet, da es mir vielversprechend erschien. Es handelt sich um Gymnema Sylvestre.
Gymnema Sylvestre ist eine insbesondere in Zentral- und Südindien heimische Schlingpflanze. Die Bezeichnung in der Hindisprache ist "Gurmar", was in deutscher Übersetzung "Zuckerzerstörer" bedeutet. Bei den Hindus bezieht sich die Wirkung auf die frischen Gurmarblätter.
Allen Teilen der Pflanze, insbesondere den Blättern werden bemerkenswerte blutzuckersenkende Eigenschaften nachgesagt. Außerdem soll dieses Nahrungsergänzungsmittel zu einer starken Gewichtsreduzierung führen.
Wie bei vielen anderen solcher Mittel, gibt es wenig Studien die wissenschaftlich anerkannt sind. Resultierend aus diesen Studien ergibt sich zusammenfassend folgendes Bild:
Bei bis zu 50 % der Probanden konnte nach ca. 6 Wochen der Blutzucker um bis zu 20 % gesenkt werden. Der Rest zeigte keinerlei Veränderungen.
In meinem Fall trat lediglich eine geringe Gewichtsreduzierung um ca. 1 kg auf. Die Blutzuckerwerte blieben unverändert.
Meine Vermutung für die Gründe dafür ist, dass eine deutliche zuckersenkende Wirkung nur bei Übergewichtigen durch eine Gewichtsreduzierung inziiert ist. Außerdem wäre es denkbar, dass roh zerkaute frische Blätter in ihrer Wirkung wesentlich effizienter sind, als getrocknete Nahrungsergänzungsmittel.

b) Naturheilmittel, wie sie in Märkten oder in der freien Natur roh oder verarbeitet zur Verfügung stehen. Darunter verstehe ich all die Mittel, die in ihrer natürlichen Form schon seit Generationen oder durch Verwandte und Bekannte weiterempfohlen und teilweise auch in den Medien aufgeführt werden.

pictErfahrung Meine Erfahrungen:
Getestet habe ich Zimt und Löwenzahnstengel.

  • Zimt: Wahrscheinlich ist es das älteste und bekannteste antidiabetische Naturheilmittel überhaupt. Seine Wirkung als blutzuckersenkendes Mittel scheint auch teilweise wissenschaftlich belegt zu sein.
    In der Schulmedizin, also bei Ärzten und insbesondere der Pharmaindustrie findet Zimt jedoch keinerlei Beachtung. Zimtpräparate wären wahrscheinlich zu billig, um damit Geld zu verdienen. Es gibt aber auch einen enst zu nehmenden Grund, der gegen das Zimt spricht. Zimt enthält Cumarin, das auf Dauer Leber und Nieren beträchtlich schädigen kann.
    Im Handel gibt es im Wesentlichen zwei Zimtsorten. Cassia-Zimt enthält deutlich mehr Cumarin als Ceylon-Zimt. In den Märkten verbreiteter ist der Cassia-Zimt. Wer plant zur Therapieunterstützung Zimt einzusetzen, sollte unbedingt versuchen, sich dafür Ceylon-Zimt zu besorgen. Der vorhandenen Literatur zu Folge ist bei einer täglichen Menge von bis zu 3 g selbst bei Cassia-Zimt der Cumaringehalt auch langfristig unbedenklich. Allerdings sind diese Aussagen kaum wissenschaftlich belegt und daher mit Vorsicht zu behandeln.
    Bei mir kam herkömmlicher gemahlener Haushaltszimt zur Anwendung, vermutlich Cassia-Zimt. Die Dosierung lag mangels Kenntnisse mit ca. 1 Esslöffel pro Tag weit über der mit 1–3 g in der Literatur angegebenen Menge. Der Versuch einer Therapie erfolgte im Jahr 2006. Zu dieser Zeit lagen meine Zuckerwerte noch relativ niedrig. Außerdem fanden noch keine Tagesprofilmessung statt, sondern nur wöchentliche Einzelmessungen 2 h nach dem Abendessen, wenn der höchste Wert im Tagesverlauf zu erwarten ist. Dennoch konnte nach 1–2 Wochen eine signifikante Blutzuckersenkung von ca. 0,5 mmol/l festgestellt werden. Doch bereits nach wenigen Wochen manifestierte sich der Blutzucker wieder bei den ursprünglichen Werten, wonach ich den Zimtkonsum einstellte.

  • Löwenzahnstengel: Löwenzahn als blutzuckersenkendes Mittel ist dagegen viel weniger bekannt. In der Literatur finden sich dennoch einige Hinweise.
    Ich habe die Empfehlung von meiner Mutter und sie wiederum von ihrer Mutter.
    Anfangs gab ich wenig auf diesen Ratschlag. Im Jahr 2011 erreichte mein Zuckerspiegel allerdings Werte, die eine medikamentöse Behandlung nahelegten. So unternahm ich nun doch einen Versuch mit Löwenzahnstengeln, um den Blutzucker wieder in den Griff zu bekommen.
    Rohkostsalat aus den neu ausgetriebenen kleinen Löwenzahnblättern im Frühling ist in meiner Heimat zumindest, weitverbreitet. Die kleinen Blättchen haben noch wenig Bitterstoffe und ergeben einen wirklich guten Salat, dem viele Heilkräfte nachgesagt werden. Einer Legende zu folge soll man 7 mal einen solchen Salat zu sich nehmen, um das Blut zu reinigen. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber schmecken tut es allemal.
    Allerdings behauptet zumindest meine Mutter, dass es unbedingt Löwenzahnstengel sein müssen, um den Zuckerspiegel zu senken. Diese sind allerdings gewöhnungsbedürftig. Abstoßend wirkt das austretende milchige Sekret und die kräftigen Bitterstoffe sind auch nicht gerade appetitlich. Als Fanatiker aller sauren, salzigen, scharfen und bitteren Leckerbissen habe ich damit keine Probleme. Ich schnitt 6–8 gut gewaschene Löwenzahnstengel in ca 1 cm lange Stücke und aß sie täglich mit etwas Pfeffer und Salz als Ergänzung zum Abendbrot. Später mischte ich sie unter käuflich erworbenen Kräuterquark.
    Die Ergebnisse waren für mich verblüffend. Der täglich Durchschnitt der Tagesprofilmessung sank schon nach einer Woche um 1,4 mmol/l. Auch in den Folgewochen zeigten sich akzeptable Werte. Dann allerdings stieg der Blutucker ziemlich schnell wieder auf die ursprünglichen Werte – eine Erfahrung, die ich schon mit den verschiedensten anderen Methoden gemacht hatte, wie ich sie auch hier bereits beschrieb.

    ((Bild: Loewenzahn_Diagramm))

    ((Bild: Loewenzahn))

    Eine positive Seite bleibt, denn Kräuterquark mit Löwenzahnstengeln esse ich auch heute noch ab und an ganz gerne. Jedenfalls kam ich nicht umhin, mit einer medikamentösen Behandlung zu beginnen, mehr dazu im entsprechenden Kapitel.

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Fotos: M. Koch Oberweißbach,

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