((Bild: Mein Weg mit Diabetes Mellitus))



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8. Diabetikertagebuch, Tagesprofilmessung, Profildiagramm

Schon mehrfach habe ich auf die Tagesprofilmessung und die grafische Darstellung in einem Diagramm hingewiesen.
Was den Sinn der Erstellung von individuellen Blutzuckerprofilen betrifft, sei hier ein Zitat aus:
http://www.springermedizin.at/artikel/31506-siebenmal-am-tag; Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: Springer-Verlag GmbH vorangestellt, denn ich könnte es nicht besser ausdrücken:
Menschen mit Diabetes brauchen die richtige Unterstützung, müssen aber auch eigenverantwortlich mit ihrer Krankheit umgehen können. Zusätzlich zur strukturierten Messung hilft die grafische Darstellung der Tagesprofile. Man erhält einen deutlich besseren Eindruck vom glykämischen Status als durch Einzelwerte. Es lassen sich einfach Tageszeiten identifizieren, zu denen der Blutzucker hoch ist oder Hypoglykämien auftreten. Elsa Pernecky von der Selbsthilfegruppe der österreichischen Diabetiker Vereinigung (ÖDV) führt aus:
"Regelmäßiges Messen und die grafische Darstellung der Werte helfen Menschen mit Diabetes, die Zusammenhänge zwischen Essen, Bewegung und Blutzuckerwerten besser zu verstehen und damit längerfristig die Werte zu verbessern. "

Anhand des Tagesprofils lässt sich also feststellen, wie sich bestimmte Tätigkeiten, etwa Sport, oder die Mahlzeiten auf den Blutzuckerspiegel auswirken, und wann die Werte eher hoch oder niedrig sind. Das hilft dem Arzt bei der Einschätzung und entsprechender Therapieanpassung, wie es um den Zuckerstoffwechsel eines Patienten bestellt ist und welche Behandlungswege (Ernährungsumstellung, Medikamente, etc.) in seinem Fall sinnvoll sind. Außerdem hilft das Ihnen dabei, einen Überblick zu erhalten und Ihre Verhaltensweise dementsprechend anpassen zu können.


8.1 Die Verteilung der Einzelmessungen im Tagesverlauf

Wann und wie oft im Tagesverlauf gemessen werden sollte und in welchem zeitlichen Abständen, ist individuell verschieden. Grundsätzlich sollten Sie dieses Thema immer mit Ihrem Arzt besprechen.
In meinem Fall, als nicht insulinabhängiger Typ II Diabetiker ist eine wöchentliche Tagesprofilmessung ausreichend. Wie bereits erwähnt, bevorzuge ich jedoch eine Messung nach jeweils 8 Tagen. Damit ist gesichert, dass ich jedesmal an einem anderen Wochentag messe, was mir wichtig erscheint, da Tagesablauf und Essgewohnheit von Tag zu Tag variieren, insbesondere zwischen Wochentagen und den Wochenenden.
Was die Häufigkeit im Tagesverlauf betrifft, so sind die Angaben in der Literatur unterschiedlich. In Auswertung der Literaturhinweise halte ich es für sinnvoll, hier zwischen zwei Varianten zu unterscheiden. Ich nenne sie mal:
Tagesprofilmessung:
1. nüchtern vor dem Frühstück
2. 2 Stunden nach dem Frühstück
3. vor dem Mittagessen
4. vor dem Abendessen
5. vor dem Zubettgehen
und
erweiterte Tagesprofilmessung:
1. nüchtern vor dem Frühstück
2. 2 Stunden nach dem Frühstück
3. vor dem Mittagessen
4. 2 Stunden nach dem Mittagessen
5. vor dem Abendessen
6. 2 Stunden nach dem Abendessen
7. vor dem Zubettgehen

Die Vor- und Nachteile beider Varianten liegen eigentlich auf der Hand. In vielen Fällen genügt sicher die weniger belastende und kostengünstigere erste Variante. Mir und meinem Diabetologen folgend, war die fünfmalige Tagesmessung bisher ausreichend. Wer allerdings insbesondere durch Änderung seiner Essgewohnheiten gedenkt die Blutzuckerwerte zu verbessern, oder insulinabhängig ist, sollte die zweite Variante wählen. Durch die zusätzlichen Messungen 2 h nach den Mahlzeiten, werden die Blutzuckerspitzenwerte mit erfasst, die dann wegen des langsamen Abbaus von Mehrfachzuckern wie z. B. Stärke auftreten.
Um die Auswertung zu vereinfachen und die Ergebnisse vergeichbar zu machen, sollte eine einheitliche Verfahrensweise gewählt werden.
Was ist aber, wenn man einmalige Erreignisse, wie spontane Arbeiten, Sport oder auch außergewöhnliches Ess- und Trinkverhalten z. B. bei Feierlichkeiten kontrollieren möchte? Hier erscheint es sinnvoll, ein zusätzliches Tagesprofil oder auch erweitertes Profil zu erstellen, ohne von dem normalen Zyklus abzuweichen.


8.2 Die Messwerterfassung im Diabetikertagebuch

Diabetikertagebücher gibt es jede Menge mit dem unterschiedlichsten Formularaufbau. Es gibt sie als kleines Heft, als pdf-Vorlage, als App für das Smartphone oder auch als Onlinevariante mit Diagrammerstellung für den PC. Alle diese Varianten haben Vor- und Nachteile. Hier der Vergleich:

1. Diabetikertagebuch als kleines Heft:
Es ist die in der Praxis gängigste Variante.
Vorteile:
keine "Zettelwirtschaft", im Taschenformat kann es unproblematisch überall hin mitgenommen werden (z. B. Arzt oder auf Reisen);
Nachteile:
die vorgedruckten Seiten entsprechen fast nie den Anforderungen des Patienten, müssen also durch manuelle Betitelung angepasst werden;


((Bild: Mein Diabetes Tagebuch))
Ausschnitt aus meinem Diabetikertagebuch, als Beispiel einer Vorlage in Heftchenform


2. Vorlage als pdf aus dem Internet:
Vorteile:
sind auf die Tagesprofilmessung zugeschnitten und entsprechen meist den Anforderungen der Patienten, können jederzeit neu ausgedruckt werden, eine Kopie kann dem Hausarzt zwecks Archivierung übergeben werden;
Nachteile:
unhandliche "Zettelwirtschaft", müssen also abgeheftet werden, unpraktisch zur Mitnahme (z. B. Arzt oder auf Reisen);

3. eigene Erstellung mittels Excel, Word o.ä.
Vorteile:
sind auf die eigene Tagesprofilmessung optimal zugeschnitten, können jederzeit neu ausgedruckt werden, Erfassung der Werte braucht nicht manuell zu erfolgen, eine Kopie kann dem Hausarzt zwecks Archivierung übergeben werden;
Nachteile:
unterwegs ist eine Messwerterfassung nur bei Vorhandensein von einem Laptop möglich, unhandliche "Zettelwirtschaft", müssen also abgeheftet werden, unpraktisch zur Mitnahme (z. B. Arzt oder auf Reisen);

4. als App für das Smartphone
Vorteile:
unproblematische Handhabe für unterwegs oder auf Reisen, Sie können sich ihr Blutzuckerprofil jederzeit anschauen, z. B. unterwegs vor den Mahlzeiten, gut geeignet als Ersatzvariante mit späterer Übertragung der Werte in das Diabetikertagebuch;
Nachteile:
keine Archivierung in Papierform, völlig ungeeignet zur Vorlage beim Arzt;

5. Onlinevariante mit Diagrammerstellung für den PC
Vorteile:
Erfassung der Werte braucht nicht manuell zu erfolgen, oft eine Vielzahl von Auswertungen auch in Form von Diagrammen enthalten, eine Kopie kann dem Hausarzt zwecks Archivierung übergeben werden;
Nachteile:
unhandliche "Zettelwirtschaft", müssen also abgeheftet werden, unpraktisch zur Mitnahme (z. B. Arzt oder auf Reisen), unterwegs ist eine Messwerterfassung nur bei Vorhandensein von Laptop oder Smartphone möglich, Online-Vordrucke und insbesondere die Diagramme entsprechen fast nie den Anforderungen des Patienten;


Kostenloser Download, Vordruck Diabetikertagebuch als pdf-Datei
Für eine größere Ansicht klicken Sie mit der linken Maustaste jeweils auf die Grafik (5 Messwerte oder 7 Messwerte). Zum Download speichern Sie diese Seite ab und der Download startet automatisch.

Tagebuch_5_Messwerte.jpg Tagebuch_5_Messwerte.jpg

8.3 Ein zweites Diabetikertagebuch zur Dokumentation ärztlicher Befunde – der Gesundheitspass Diabetes

In der Regel erfolgt bei den meisten Diabetespatienten vierteljährig die Erstellung eines Blutbildes und ein anschließender Arztbesuch unter Anderem mit Auswertung der Laborwerte. Einer der wichtigsten dieser Werte ist, wie bereits erwähnt, der HbA1c-Wert. Desweiteren wird der Blutzucker bestimmt, der Blutdruck und insbesondere bei übergewichtigen Patienten das Körpergewicht. Diese Werte sollten Sie in einem Gesundheitspass Diabetes notieren lassen (oft ebenfalls als Diabetiker- oder Blutzuckertagebuch bezeichnet). Auch hier gibt es die unterschiedlichsten Vorlagen-Heftchen, die Sie an unterschiedlichen Stellen erhalten können, in der Regel von Ihrem behandelnden Arzt. Desweiteren sollte einmal im Jahr eine umfangreiche Untersuchung beim behandelten Arzt erfolgen und die Ergebnisse im Gesundheitspass notiert werden. Außerdem sollten Sie mindestens ein- bis zweimal im Jahr einen Augenarzt besuchen, der die Augen auf diabetische Schäden kontrolliert. Auch dieses Ergebnis können Sie im Gesundheitspass registrieren lassen.

((Bild: Gesundheitspass1))
Beispiel Gesundheitspass, vierteljährlich ermittelte Werte durch den Diabetologen


((Bild: Gesundheitspass2))
Beispiel Gesundheitspass, jährlich ermittelte Werte durch den Diabetologen


8.4 Das Tagesprofildiagramm

Von den meisten Diabetespatienten wird das Diabetikertagebuch zur eigenen Auswertung und zur Vorlage beim Arztbesuch verwendet. Dabei ergibt sich aber ein nahezu unüberschaubarer Zahlenwirrwarr. Deshalb ist es wichtig, bei der Messwerterfassung den Tagesdurchschnitt der Tagesprofilmessung mit zu notieren, also einfach die Messwerte zusammenzählen und durch die Anzahl der Messungen dividieren. Für eine grobe Orientierung genügen dem Arzt diese Durchschnittswerte.
Für eine optimale Behandlung durch den Arzt ist es aber entscheidend, dass er auch mit den detailierten Informationen der einzelnen Messwerte etwas anfangen kann, ohne sich in zeitaufwändiger Kleinarbeit mit dem Zahlenwirrwarr auseinandersetzen zu müssen.
Wie auch aus dem am Anfang dieses Kapitels aufgeführten Zitat ersichtlich, ist die Erfassung der Messdaten in einem Diagramm die beste Lösung.
Auf der x-Achse (waagerechten Achse) stehen die Messzeiten der Tagesprofilmessung und auf der y-Achse (senkrechten Achse) die Blutzuckerwerte. Die einzelnen Messwerte der Tagesprofilmessung werden dann in dieses Diagramm übertragen.
Auch hier werden verschiedene Varianten angeboten. Alle diese Varianten haben aber mehr oder weniger Nachteile. Sei es nun eine umständliche Handhabe oder ein komplizierter Umgang mit kostenaufwändigen Onlineversionen in Form von Dateien oder Software.
Die erste Frage die sich ergibt ist: Wie sollte ein solches Diagramm denn überhaupt aussehen? Es gibt Kreisdiagramme, Balkendiagramme, Säulendiagramme und Liniendiagramme. Man könnte jedes Tagesprofil auf einem extra Blatt anordnen oder mehrere Profile in unterschiedlichen Farben übereinander legen Ebenso könnte man mehrere Profile nebeneinander oder untereinander auf einem Blatt platzieren.
Versetzen Sie sich nun einmal in die Lage des Diabetologen, der sich bei jedem Patienten mit einem völlig anders gestalteten Diagramm konfrontiert sieht.
Abgesehen davon, dass die meissten Patienten einen Zahlenwirrwarr in Form Ihres Diabetikertagebuches präsentieren, ist das genau die Situation vor der der Arzt steht.
Es gibt die verschiedensten Vorlagen der jeweiligen Messgerätehersteller, Onlineangebote, spezielle Software, Vorlagen in Excel und vieles mehr. Die Angebote gehen von kostenlos bis recht teuer. Die Anbieter versuchen sich in Bezug auf Service, Komfort und Umfang zu übertreffen. Die praktische Handhabung bleibt dann logischer Weise völlig auf der Strecke. Kreisdiagramme oder Balkendiagramme sind hier völlig fehl am Platz. Die oft verwendeten Säulendiagramme "zerzetteln" die Grafik und schaffen nur Verwirrung. Mehrere Tagesprofile farblich abgesetzt übereinander gelegt, wie z. B. bei den Vorlagen des Messgeräteherstellers "Accu-Chek" ermöglichen zwar eine großzügige Skalierung, die Übersicht geht aber völlig verloren. Schön bunt angelegte Grafiken verlocken zwar zum Kauf, aber eine nicht nachvollziehbare Farbgebung lenkt das Auge vom Wesentlichen nur ab. Diese Aufzählung ließe sich noch um einiges fortsetzen. Gestresst wird der Patient und der Arzt bei der Interpretation.
Nach intensiver erfolgloser Recherche habe ich mich als Grafiker und Diabetespatient entschlossen, meine eigene Version zu entwickeln.
Am allerwichtigsten dabei erschien mir, eine Variante zu finden, die so übersichtlich gestaltet ist, dass sie ohne große Überlegungen und Rätselei auf den ersten Blick eine Auswertung der erforderlichen Informationen durch den Arzt ermöglicht. Außerdem sollten sich auch die mit dem Umgang von Diagrammen wenig vertrauten Patienten an Hand der Grafiken ein Bild über ihre Blutzuckerverhältnisse verschaffen können.
Ebenfalls wichtig erschien mir, dass die Erstellung des Diagrammes unkompliziert und mit geringstem Zeitaufwand realisierbar ist. Denn wer z. B. täglich eine Profilmessung durchführen muss und dann noch viel Zeit in die Grafikerstellung investieren soll, dem wird das Ganze auf Dauer zu mühsam. Schnell bleibt dann die ganze Grafiksache wieder auf der Strecke.


8.5 Monats- und Jahresprofildiagramme

Wer möchte, kann den Auswertungsaufwand noch weiter treiben. Nennen wir es die Luxusvariante der Protokollierung. Man kann die Durchschnittswerte aus den Tagesprofilmessungen in einem Monats- oder auch einem Jahresdiagramm zusammengefasst darstellen. In einigen, allerdings auf Dauer kostspieligen Softwareangeboten erfolgt eine solche Auswertung automatisch, ohne dass man sich mit der Berechnung der Durchschnittswerte herumschlagen muss. Inwiefern solche Statistiken erforderlich sind, bleibt dahingestellt.
Monatsprofildiagramm: Für diejenigen die nur jede Woche oder alle 8 Tage eine Profilmessung durchführen, erübrigt sich eine Monatsstatistik, denn die vier anfallenden Durchschnittswerte kann man auch im Tagesprofildiagramm als Zahlenwert übersichtlich mit angeben. Wer allerdings jeden Tag ein Tagesprofil erstellen muss, für den könnte eine Monatsübersicht auch zur Vorlage beim Arzt von Interesse sein.
Jahresprofildiagramm: Sein Zuckerprofil zusammengefasst in einer Jahresübersicht zu protokollieren, ergibt meiner Ansicht nach kaum weitere verwertbare Informationen, da alle Details wegen der Durchschnittsberechnung über einen längeren Zeitraum verloren gehen. Solch eine Auswertung besitzt dann bestenfalls einen historischen Charakter.
Wer aus rein persönlichen Gründen am Verlauf seiner Zuckerkrankheit interessiert ist, kann sich jederzeit Diagramme mit den Monatsdurchschnittswerten erstellen, vorausgesetzt er hat die Diagramme mit den Tagesprofilmessungen vollständig archiviert.


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Fotos: M. Koch Oberweißbach,

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