((Bild: Mein Weg mit Diabetes Mellitus))



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2. Über mich und meine Erfahrungen mit Diabetes

Zum allgemeinen Verständnis möchte ich mich etwas vorstellen, zumindest was die Diabetes und deren Verlauf betrifft. Diabetes 2 wurde bei mir im September 2004 diagnostiziert, besteht also zu dem Zeitpunkt an dem ich diese Zeilen schreibe (Januar 2017), bereits seit ca. 12,5 Jahren. Zu Beginn der Diagnose war ich 54 Jahre alt. Seit vielen Jahren beträgt mein Gewicht zwischen 85 und 90 kg. Bei einer Größe von 1,86 m gehöre ich in die Kategorie der normalgewichtigen Diabetespatienten.

Krankheitsverlauf und Therapie in meinem Fall (chronologisch)

07.07.2004
großes Blutbild wegen schlechtem Allgemeinbefinden mit dem Ergebnis, erhöhte GGT (Leber) wegen kontinuierlichem Alkoholkonsum und Nüchtern-Blutzucker 10 mmol/l.

30.07.2004
Wiederholung wegen des erhöhten Nüchternblutzuckers mit dem Ergebnis HbA1c = 6,9 %, Nüchternblutzucker 7,4 mmol/l
Daraus resultierte die Vermutung des Hausarztes: Diabetes 2

09.09.2004
Wiederholung zwecks Absicherung dieser Vermutung mit dem Ergebnis HbA1c = 7,6 % Nüchternblutzucker 9,1 mmol/l Diagnose des Hausarztes: Diabetes 2

07.01.2005
Weitere Verschlechterung HbA1c = 8,7 % Nüchternblutzucker 10,9 mmol/l (am liebsten hätte mich der Hausarzt gleich auf Insulin eingestellt, ich weigerte mich) persönlicheTherapie: vorerst absolute Alkoholabstinenz; etwas mehr Bewegung (da berufsbedingte Arbeit im Sitzen); Zuckeraustauschstoffe (Diabetesprodukte); etwas weniger zuckerhaltige Produkte

05.03.2005
Weitestgehende Normalisierung GGT (Leber) und Zuckerwerte auf HbA1c = 6,7 % Nüchternblutzucker 6,6 mmol/l

19.09.2008
Bis dahin gleichbleibende akzeptable Werte im Bereich HbA1c = 6,3–6,8 % Nüchternblutzucker 5,1–6,8 mmol/l

pictErfahrung Meine Erfahrungen:
Diabetesprodukte bei denen in der Regel Zuckeraustauschstoffe in Form von Fruktose (Fruchtzucker) ersetzt sind, brachten außer Stuhlgangproblemen bei mir überhaupt nichts. Inzwischen sind diese Produkte größtenteils nicht mehr auf dem Markt, also uninteressant.
Entscheidend bei mir für die bis zu diesem Zeitpunkt erreichten guten Zuckerwerte war sicherlich die Alkoholabstinenz. Vorher bestand mein Alkoholkonsum ausschließlich aus Bier in den Abendstunden. Bier enthält sehr viel Stärke, die dem Körper zusätzlich zu dem normalen Ess- und Trinkverhalten zugeführt wird. Das sollte sich in stark erhöhten Zuckerwerten in den späten Abendstunden, der Nacht (Stärke wird nur langsam in Glukose umgewandelt) und auch bei den Nüchternzuckerwerten gravierend bemerkbar machen. Eine Reduzierung der Zuckerwerte in Verbindung mit Alkohol (Leber), wie in der Schulmedizin prognostiziert, konnte ich in meinem Fall nicht feststellen.
Leider konnte ich diese Vermutung damals nicht verifizieren, da zu dieser Zeit keine Tagesprofilmessung und grafische Auswertung erfolgte.

17.12.2010
ab 18.3.09 schlechtere Werte, Zuckerwerte ca. HbA1c = 7,2–8,2 % Nüchternblutzucker ca. 7,3–8,1 mmol/l

pictErfahrung Meine Erfahrungen:
Den Grund sah ich anfangs (2009) in erneutem, zwar geringerem Alkoholkonsum und der Vernachlässigung verminderter Zuckeraufnahme (Lebensqualität). Um Medikamentenabhängigkeit zu vermeiden beinhaltete meine weitere persönliche Therapie eine strengere Diät, Bewegung (u. a. wöchentlich 1 h Schwimmen 1500 m) und Ausprobieren verschiedener Naturheilmittel. Erfolge waren nur zeitweise zu verzeichnen. Im Endeffekt stellten sich die oben genannten Werte wieder ein. Den Grund dafür vermute ich in einem Fortschreiten der Zuckerkrankheit.

14.02.2011
Wechsel vom Hausarzt zu einem betreuenden Diabetologen
Als erstes empfahl mir der Facharzt, wöchentlich eine Tagesprofilmessung der Zuckerwerte durchzuführen, was bedeutet:
1. Messung nüchtern nach dem Aufstehen
2. Messungen 2 h nach dem Frühstück
3. Messung vor dem Mittagessen
4. Messung vor dem Abendessen
5. Messung vor dem Schlafengehen
Da die Essgewohnheiten von Tag zu Tag unterschiedlich sind, insbesondere zwischen Wochentagen und Wochenende, führte ich die Messungen nicht wöchentlich, sondern im Abstand von 8 Tagen durch. Damit war gewährleistet, dass jedesmal an einem anderen Wochentag gemessen wurde. Die Messwerte wurden in einem Diabetiker-Tagebuch erfasst und monatlich in ein von mir speziell dafür entwickeltes Diagramm übertragen. Diese Grafiken werden seitdem bei meinem vierteljährlichen Arztbesuchen ausgewertet und in meiner Krankenakte archiviert.

pictErfahrung Meine Erfahrungen:
Die grafische Darstellung stieß beim ersten Mal seitens des Diabetologen auf wenig Interesse. Aber bereits beim 2. Mal erkannte der Arzt, dass er sich an Hand der Diagramme viel schneller und detailierter ein Bild machen konnte, als wenn er im Tagebuch die einzelnen Zuckerwerte durchgehen musste. Inzwischen hat sich diese Verfahrensweise so etabliert, dass sie auch von anderen Diabetespatienten genutzt wird. Aus diesem Grund wurde die Darstellung in den Folgejahren komplett überarbeitet und für verschiedene Anwender erweitert.
Details werde ich in einem eigenen Kapitel erläutern.


((Bild: Tagesverlauf Beispiel))
Grafische Darstellung meiner ersten Profilmessungen im März 2011. Später wurde das Diagramm noch durch die wöchentlichen
und monatlichen Ø-Werte ergänzt und die Darstellungsweise komplett überarbeitet (siehe Kapitel 9 und 10).


18.06.2011
Da sich die Zuckerwerte nicht wieder verbesserten, kam ein Sitagliptin-Präparat in Form von Januvia zur Anwendung (1 Tablette 100 mg vor dem Schlafengehen).
Nach Meinung des Arztes sollte dieses Medikament (vgl. Kap. Medikamente Diabetes 2) vor allem die hohen Nüchtern-Zuckerwerte, wie sie bei mir auftraten und aus den Diagrammen ersichtlich waren, senken (vgl. Abb. Messung März 2011). Ein weiterer Grund zur Anwendung sind die nur geringen möglichen Nebenwirkungen.

pictErfahrung Meine Erfahrungen:
Nach der Schulmedizin sollten die Nüchternzuckerwerte im Tagesverlauf am niedrigsten sein. Bei mir ist das aber nicht der Fall, wie im obigen Diagramm deutlich sichtbar. Das gilt aber nur speziell für mich. Es ist ein schönes Beispiel dafür, dass eben ein jeder Diabetiker anders veranlagt sein kann und die Schulmedizin nicht exakt zutrifft.
Jedenfalls wäre dem Diabetologen ohne die Tagesprofilmessung und insbesondere ohne das Diagramm dieser Umstand wohl kaum aufgefallen. In den vierteljährlichen Langzeitzuckermessungen kann dieser Effekt auch nicht erkannt werden.

19.07.2011
Ab diesem Datum ist eine deutliche Verbesserung der Zuckerwerte ersichtlich. Offensichtlich vergingen in meinem Fall ca. 3 Wochen bevor das Medikament zu wirken begann.

06.12.2011
Vermutlich durch Januvia konnten die durchschnittlichen Zuckerwerte pro Tagesprofilmessung um ca. 0,5 mmol/l verbessert werden und auch der HbA1c- Wert sank merklich.
Allerdings reichte die Wirkung nicht aus um akzeptable Werte zu erreichen.

21.12.2011
Zusätzlich Metformin (1 Tablette 500 mg täglich), zu meinen Erfahrungen mit Metformin siehe Kap. Medikamente Diabetes 2.
Bis auf einige Ausrutscher erreichte ich in der kommenden Zeit wieder akzeptable Zuckerwerte.

20.05.2015
Da sich die Werte im letzten Vierteljahr wieder verschlechterten, erhöhte mein Diabetologe die Metformindosis auf 2 Tabletten je 1000 mg täglich.
Eine Verbesserung der Zuckerwerte konnte bei mir in den Folgemonaten nicht festgestellt werden.

07.08.2015
Jetzt blieben nur noch 2 Möglichkeiten, um die Zuckerwerte ohne Insulin noch für eine Weile in den Griff zu bekommen.
1. Sulfonylharnstoffe: Diese Medikamentengruppe kann zahlreiche Nebenwirkungen indizieren und außerdem Unterzuckerungen hervorrufen. Für mich bedeutet das, dass ich die Insulinspritze vorziehen würde (vgl. Kap. 6, Medikamente Diabetes 2).
2. Forxiga ist ein relativ neues Medikament, das überschüssigen Zucker in den Harn abführt. Manche Ärzte sind recht skeptisch, da das Medikament starke Entzündungen in den Harnwegen verursachen kann. Ich habe mich für diese Variante entschieden. Zu meinen Erfahrungen mit diesen Medikament siehe Kap. 6 Medikamente Diabetes 2. Speziell diese Erfahrungen könnten auch für andere Diabetespatienten recht interessant sein.

10.01.2017
Nach der Einnahme von Forxiga (1x täglich eine Tablette 10 mg) erreichte ich bis zum Zeitpunkt, an dem ich diese Zeilen schreibe, ohne jegliche Nebenwirkungen durchschnittliche Blutzuckerwerte pro Tagesprofilmessung von ca. 6,5 mmol/l und HbA1c-Werten von um die 6,5 %.

Ohne Tagesprofilmessungen und ohne die erstellten Tagesprofildiagramme wäre eine solch detailierte Analyse und Diagnostik bezüglich der Krankheit nicht möglich gewesen.


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Fotos: M. Koch Oberweißbach,

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